Einträge von Anke Beekuis

Werfen Sie Ihren persönlichen Ballast ab!

Warum bin ich so, wie ich bin? Fragen Sie sich das manchmal oder glauben Sie, dass Ihre positiven, wie negativen Eigenschaften angeboren sind? Glauben Sie mir, das sind sie nicht. In unser aller Leben gibt es Schlüsselerlebnisse, Erziehungserfolge, Aha-Momente, Autoritäten und Geschichten, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Es liegt also weniger in unseren Genen, sondern vielmehr in unserem Gehirn. Wir haben es also in der Hand, unser Verhalten – und damit auch uns – zu ändern.

Das Wir vor dem Ich – zusammen sind wir nicht nur mehr, sondern auch stärker

Wie Sie es auch drehen und wenden: Als Führungskraft sind Sie nicht Teil des Teams – egal, wie gut Sie sich auch mit den Personen, mit denen Sie arbeiten, verstehen. Es gibt das Team und es gibt den Chef bzw. die Chefin. Auch wenn Sie sich hin und wieder wünschen, einfach nur ein Teil der Mannschaft zu sein, anstatt den Kurs vorzugeben, den Kopf hinzuhalten oder Feuerwehr zu spielen, wenn irgendetwas im Team bzw. bei der Arbeitsleistung des Teams nicht passt. Wer würde manchmal nicht gerne an schlechten Tagen einfach in der Masse untertauchen und das Lösen von Problemen anderen überlassen?

Die Wahrheit ist: Führung – egal von wie vielen Menschen – geht unweigerlich Hand in Hand mit einer gewissen Einsamkeit. Vieles liegt bei Ihnen. Und nur bei Ihnen. Dennoch steht hinter allem ein „Wir“, das Sie nicht nur fördern können, sondern welches Ihre Führungsarbeit trotz hin und wieder auftretender Einsamkeit enorm bereichern kann. Doch damit aus dem „Ich und die anderen“ ein „Wir“ werden kann, ist konstante und kontinuierliche Arbeit erforderlich.

Rollenklarheit – der Weg zu Agilität und Innovation

In Zeiten der Agilität werfen manche Führungskräfte ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst ohne klare Zuordnung ins kalte Wasser – mit dem Ziel, neue Impulse und innovative Erkenntnisse zu gewinnen. Agilität hat jedoch nichts mit einer grundsätzlich distanzierten Haltung zu Funktion, Rolle oder Aufgabe zu tun. Ganz im Gegenteil: Jemand kann nur dann effizient und innovativ handeln, wenn die Rahmenbedingungen wo ich mich bewegen darf klar gesteckt wurden.

Wie privat darf es werden? – Kommunikation zwischen Führungskräften und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Auch wenn der Wechsel von Siezen zum Duzen für Leader keine Rolle spielt, birgt das Du-Wort für beide Seiten mögliche Fallen. Nämlich dann, wenn man das Gefühl für Grenzen verliert und diese vielleicht unbewusst überschreitet. Wie kann ein Kontakt auf Augenhöhe funktionieren, ohne dass er einen negativen Einfluss auf die Zusammenarbeit hat – etwa auf Autorität, Respekt und den Unterschied an Verantwortung? Wie nahe sollen Leader an ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eigentlich dran sein?

Vielfalt im Wertesystem, vielfältige Lösungen – außerhalb Ihrer Werte-Komfortzone gibt es noch mehr!

Jeder von uns hat seine persönlichen Werte. Sie sind etwas Unumstößliches, das jedem gegenüber entweder gelebt wird oder nicht gelebt wird – vollkommen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, psychischer Beeinträchtigung, sexueller Orientierung und physischer Gesundheit. Es ist also gut, sich bewusst vor Augen zu führen, dass man bei einer festen Grundhaltung keine Unterschiede machen kann, wem gegenüber man sie zeigt und wem gegenüber nicht. Tut man es doch, führt man damit seine Grundhaltung und die eigene Führungspersönlichkeit automatisch ad absurdum. Denn wer Menschen im Team unterschiedlich behandelt, wird sofort unberechenbar, unfair und intransparent.

Ehrlich zu sich, glaubwürdig für andere

Müssten wir die Statue eines Leaders entwerfen, wir kämen wohl alle zu einem ähnlichen Bild: ein mutiges, charismatisches Gesicht, der Blick unerschrocken zum Horizont, dynamisch voranschreitend, Siegermentalität. Kurz: Jemand, den man respektiert und auch gern folgt. Doch hinter dem von vielen bewunderten Charisma und der beeindruckenden Standfestigkeit steckt harte Arbeit. Genauer gesagt: Arbeit an sich selbst. Das entschlossene Auftreten vieler Führungspersönlichkeiten beruht auf der simplen Tatsache, dass sie sich ihrem Selbst zu irgendeinem Zeitpunkt in ihrem Leben erfolgreich und allumfassend gestellt haben. Sie waren ehrlich zu sich selbst und werden darum von anderen als glaubwürdig wahrgenommen. Doch kaum etwas ist härter, schonungsloser und oft auch schmerzhafter als die Wahrheit.

Veränderung als Konstante – Wie Sie Agilität und Innovationskraft im Alltag erhalten

„Das einzig konstante ist die Veränderung.“ Dieses berühmte Zitat des griechischen Philosophen Heraklit hat auch zweieinhalbtausend Jahre später nichts an Gültigkeit verloren. Auch wenn niemand mit Sicherheit voraussagen kann, wie etwa Märkte, Wettbewerb und Technologien sich in Zukunft ändern werden, gewiss ist, dass sie sich verändern werden. Als Leader ist man daher gefordert, geistig in Bewegung zu bleiben.

Die Magie der aktiven Klarheit – Führung ohne Kommunikation bleibt ungehört

Das österreichische Sprichwort „Durchs Reden kommen ’d Leut z’am“ bringt das Thema Kommunikation auf den Punkt: Reden schafft ein Miteinander. Und auch Führung von Menschen braucht gute Kommunikation – gibt es etwas Offensichtlicheres? Dass das aber nicht immer einfach ist, sehen wir auch in der aktuellen politischen Situation. Ankündigungen hier, Pressekonferenzen dort, divergierende Expertenmeinungen, etc. und das Ergebnis sind Verunsicherung und Unverständnis bei der Bevölkerung.

Wenn also schon die Politprofis ihre Schwierigkeiten damit haben, warum soll es dann bei Führungskräften anders sein? Wen wundert es, dass es sogar Führungskräfte gibt, die von Kommunikation so wenig halten, dass sie glauben, gänzlich ohne sie auszukommen. Natürlich wird geredet – sehr viel über Projekte, Positionen und Personen – aber Kommunikation umfasst weit mehr als das.

Innere Einkehr – den Leader in sich selbst finden

Die stillste Zeit im Jahr wird heuer stiller als sonst. Das steht außer Zweifel. Die Einladungen, die viele von uns sonst gegen Jahresende in Atem halten, fallen Corona-bedingt weg. Auch die Freunde, mit denen man sich zum alljährlichen Punsch verabredet, müssen weiter warten. Und sogar Familienfeiern und die oft üblichen Besuchstouren bei Verwandten sind nur eingeschränkt möglich. Warum also nicht die auferlegte Ruhe und die gewonnene Zeit zur Einkehr nutzen, um den eigenen Weg ein wenig zu hinterfragen? Denn Antworten oder Lösungen finden wir oft in uns selbst – auch für den Weg zur Führungspersönlichkeit.

Das eigene Tempo finden – schneller ist nicht immer erfolgreicher

Dass wir in einer Zeit leben, in der alles schneller, besser, exakter und erfolgreicher gehen muss, ist nichts Neues. Und selbst der Lockdown lässt uns nicht vergessen, wie schnell mittlerweile alles geworden ist. Ein Telefonat hier, eine Videokonferenz da, dazwischen noch schnell ein paar E-Mails beantworten. Ganz unterschwellig ist diese Schnelligkeit längst zum neuen Standard avanciert. Die Beschleunigung der Welt ist auch in der Führung von Menschen angekommen – nicht immer zum Vorteil der Beteiligten.